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Hamburger SV: Lasogga provoziert seinen Abgang. Offensive des HSV steht vor Umbruch.


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Bei dem HSV steckt im Angriff der Wurm. Mit Abgängen von Lasogga, Olic, Drimic und Rudnevs steht beim Hamburger SV der totale Umbruch in der Offensive bevor.

Wer als Fußballfan gedacht hat, dass der HSV mal eine Saison spielt, ohne am Ende bangen zu müssen, wird derzeit eines Besseren belehrt. Außerdem gibt es Unruhe in der Offensive – und zusätzlich noch Gerüchte um einen Neuzugang.

Hamburger SV muss wieder bangen

Stück für Stück schwindet der Abstand des Hamburger SV auf die Abstiegsränge. So richtig gut hatte es für den HSV mal am 14. Spieltag ausgesehen. Nicht nur, dass da der ärgste Gegner Werder Bremen mit 3:1 geschlagen wurde, sondern auch der Abstand zur Abstiegszone 14 Punkte betrug. Die Niederlage des Hamburger SV am Wochenende gegen die TSG Hoffenheim war wieder ein Dämpfer. Auf den berühmten Relegationsplatz sind es nur noch vier Punkte Abstand. Die Hauptursache für die letzte Niederlage sieht HSV Coach Bruno Labbadia in der Chancenverwertung: „Im Endeffekt sind wir aber an unser eigenen Chancenverwertung gescheitert“, so der 50-jährige. Im Spiel gegen die Breisgauer stand der Lette Artjoms Rudnevs im Sturmzentrum und zeigte keine besonders glückliche Leistung. Ginge es nach Kerstin Lasogga, hätte ihr Sohn von Anfang an auf dem Platz stehen sollen.

Sie ist die Mutter und zugleich die Beraterin des 24-jährigen HSV Stürmers Pierre-Michel Lasogga, der mit sechs Treffern die meisten auf dem Konto der HSV Angreifer hat. Sein letztes Erfolgserlebnis für den Hamburger SV war allerdings im Dezember. Kerstin Lasogga hat am Wochenende ein Bild bei Instagram veröffentlich, welches sie und ihren Sohn zeigt. Darunter schrieb sie: „Auf dass sie in Hamburg aufwachen“. Angesichts der jüngsten Pose um Ivica Olic, wäre es nicht verwunderlich, wenn Pierre-Michel Lasogga sich mit derartigen Kommentaren bei Coach Bruno Labbadia noch weiter ins Abseits manövrieren würde.

Flaute im HSV Sturm, kommt Bobby Wood?

Ob nun Lasogga oder ein anderer Stürmer beim Hamburger SV auf dem Platz steht – die Torausbeute ist mangelhaft. Sechs Angreifer gehören zum HSV Kader und gemeinsam schaffen sie es bislang auf neun Treffer. Rudnevs hatte in der Hinrunde keinen Einsatz, bevor er dann mit guten Leistungen überzeugte. Trotzdem schafft er es auch nur auf zwei Tore. Der Vertrag des 28-jährigen läuft am Ende der Saison aus, Gespräche über ein neues Arbeitspapier sollen erst im Sommer stattfinden. Nachdem die Gladbacher Leihgabe Josip Drmic für rund sechs Monate ausfällt, ist klar, dass er nicht mehr für die Hanseaten spielen wird. Und dann sind da noch die Sorgenkinder Ivica Olic, Sven Schipplock und Batuhan Altintas, die alle drei bislang noch keinen Treffer für sich verbuchen konnten. Der 36-jährige Olic ist aussortiert und im Sommer ist für ihn endgültig Schluss. Altintas kam bislang kaum zum Einsatz, während Schipplock durch ehrgeizige Trainingsleistungen überzeugt und nicht aufgeben will: „Ich habe schon in Hoffenheim und Stuttgart bewiesen, dass ich mich durchbeißen kann.“ Alles deutet daraufhin, dass nach dem Saisonende große Veränderungen im HSV Angriff anstehen. Ein möglicher Kandidat als Neuzugang wäre Bobby Wood. Der US-amerikanische Nationalspieler steht bei Union Berlin unter Vertrag und ist dort zum drittbesten Torschützen der 2. Bundesliga avanciert. Aktuellen Gerüchten zufolge soll es bereits ein Treffen mit Peter Knäbel,dem Sportchef des Hamburger SV, und Bobby Wood gegeben haben.