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Dynamo Dresden lockt die Zuschauer vor den Fernseher und erweist Häfner die letzte Ehre


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Der Erfolg der steigenden TV-Zahlen ist vor allem bei Dynamo Dresden auszumachen. Die SGD gedenkt dem verstorbenen Ehrenspielführer beim DFB-Pokal.

Aktuell hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Saisonreport vorgestellt und dabei auch die Zuschauerzahlen der zurückliegenden Spielzeit analysiert – wobei Dynamo Dresden eine besondere Rolle zukommt. Insgesamt konnten die Fernsehsender 823 Millionen Fans mit ihren Übertragungen erreichen. Das ist bereits im vierten Jahr in Serie ein neuer Rekord. Der MDR hat dem Bericht zufolge den größten Anteil daran, indem er allein bereits mehr als 450 Millionen Zuschauer mit Fußball versorgen konnte. Die Begegnung, die mit dem größten Interesse verfolgt wurde, war das Spiel zwischen Dynamo Dresden und den Würzburger Kickers. Das ließen sich ganze 900.000 Zuschauer nicht entgehen. Zudem ist auch in der 3. Liga am meisten über die SGD als Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga berichtet worden. Eine weitere Statistik des DFB zeigt, dass sich auch die größte Anzahl an Artikeln Dynamo Dresden gewidmet hatten.

Dynamo Dresden gedenkt Vereinslegende Häfner

Wenngleich diese Nachricht Dynamo Dresden erfreuen dürfte, hatte es doch am gestrigen Montag eine traurige Meldung gegeben, über welche die Verantwortlichen und Fans der SGD betrübt sind. Vereinslegende Reinhard Häfner erlag im Alter von 64 Jahren seinem Krebsleiden. Das Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld nutzt Dynamo Dresden, um dem Ehrenspielführer des Vereins die letzte Ehre zu erweisen. Wie der Verein auf seiner Homepage verkündet, wird es einen Bereich im Stadion geben, an dem alle Anhänger Blumen, Kerzen und persönliche Widmungen an den verstorbenen Häfner abzulegen. Außerdem ist es vorgesehen, dass vor dem Anpfiff der Pokalpartie eine Schweigeminute gehalten wird. Zudem tritt das Team von Dynamo Dresden in schwarzem Trauerflor auf.

Dynamo Dresden mit eigenem Spielball gegen Arminia Bielefeld

Beim Pokalspiel von Dynamo Dresden wird es auch einen anderen Spielball als gewöhnlich zu sehen geben. Während es die Regularien des Ligabetriebs vorsehen, dass es ein einheitliches Spielgerät gibt, ist es in diesem Wettbewerb anders. Der Partner der SGD ist der Sportartikelhersteller Erima. Er wird seinen Ball für die zweite Runde zur Verfügung stellen. Entsprechend des Anlasses sind sogar die Spieldaten darauf abgedruckt: Die Namen der beiden Teams, der Wettbewerb sowie das Datum finden sich dort wieder. Während die Profis von Dynamo Dresden lediglich im Training auf den Erima-Ball zurückgreifen können, darf der Nachwuchs der SGD immer damit kicken. Für den Pokalfight dürfte es einige personelle Änderungen bei den Schwarz-Gelben geben. Sehr wahrscheinlich ist, dass Pascal Testroet wieder von Beginn an stürmt, da er gegen seinen Ex-Verein bis in die Haarspitzen motiviert sein sollte.