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Beim schuldenfreien Dynamo Dresden dreht sich das Personalkarussell


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Dynamo Dresden ist schuldenfrei und will mit einem neuen Geschäftsführer und neuen Spielern die 2. Bundesliga aufmischen. Nur Justin Eilers bereitet Sorgen.

Gute Nachrichten für Dynamo Dresden: Erstmals seit 20 Jahren ist der Verein wieder völlig schuldenfrei. Neben Gerüchten um einen neuen Geschäftsführer gibt es auch viel Gesprächsstoff, was die Offensivabteilung angeht.

Dynamo Dresden tauscht den Geschäftsführer

An seinem letzten Tag als Geschäftsführer bei Dynamo Dresden hatte Robert Schäfer noch eine erfreuliche Mitteilung, sozusagen als Abschiedsgeschenk parat: „Der 21. März 2016 ist ein historischer Tag für die Sportgemeinschaft“, so der 39-jährige. Historisch macht diesen Tag die Tatsache, dass die Schwarz-Gelben erstmals seit 20 Jahren wieder schuldenfrei sind. Michael Kölmel, ein Medienunternehmer aus Leipzig hatte den Dresdenern im Jahr 2000 finanziell mächtig unter die Arme gegriffen. Damals waren die Sachsen von der Insolvenz bedroht – sein Darlehen in Höhe von rund 5,25 Millionen Euro hatte den Verein gerettet. Die letzte ausstehende Rate von 2,2 Millionen Euro wurde an diesem 21. März überwiesen und damit ist der Drittligist seine finanziellen Sorgen los.

Intensive Suche nach einem neuen Geschäftsführer

Dafür gibt es aber andere Dinge, die Dynamo Dresden Sorgen bereiten. Damit ist noch nicht einmal unbedingt die Suche nach einem Nachfolger für Geschäftsführer Robert Schäfer gemeint. Nachdem er in seiner Position dafür gesorgt hat, dass der Aufstiegsanwärter seine Schulden tilgen konnte, ist er jetzt Vorstandsvorsitzender bei Fortuna Düsseldorf. Dynamo Dresden Aufsichtsrat Jens Heinig erklärte: Die Suche nach einem Nachfolger von Schäfer läuft intensiv.“ Es gäbe bereits intensive Gespräche mit potenziellen Kandidaten. Einer davon ist wohl Marco Stenger, der den 1. FC Kaiserslautern zum Saisonende als Manager verlässt. Jürgen Wehlend, Geschäftsführer beim VfL Osnabrück soll auch zum Kreis der Anwärter gehören. Wehlend hat eine ähnliche Leistung wie Dynamos Schäfer vollbracht und einen finanziell geschwächten Klub wieder stabilisiert. Dynamo hat angekündigt „so schnell wie möglich einen Nachfolger zu präsentieren.“

Torjäger Justin Eilers bald weg? Dynamo Dresden hat drei mögliche Nachfolger im Visier

Größeres Kopfzerbrechen werden Dynamo Dresden eher die Gerüchte um den Top-Torjäger Justin Eilers bereiten. Der Vertrag des 27-jährigen läuft zum Saisonende aus und ein Angebot zur Verlängerung hat sein Berater bereits abgelehnt. Mit 18 Treffern in 32 Begegnungen hat er das Interesse mehrerer Erst- und Zweitligaklubs geweckt. Die beiden abstiegsbedrohten Bundesligisten Hannover 96 und Werder Bremen scheinen zu den potenziellen neuen Arbeitgebern zu gehören. Schon allein deswegen schaut sich Dynamo Dresden nach einem möglichen neuen Angreifer um. Gerüchte um Fortuna Kölns Julius Biada und den in der zweiten Mannschaft von Mainz 05 spielenden Lucas Höler gab es ja bereits in den letzten Tagen. Mit dem 21-jährigen Marcel Hilßner ist nun noch ein dritter Spieler in den Fokus gerückt. Derzeit spielt Hilßner noch bei der Reserve von Werder Bremen, sein Vertrag läuft jedoch im Sommer aus.