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Borussia Dortmund: Mario Götze wird kritisiert und Marco Reus sorgt beim BVB für Diskussionen

Marco Reus will beim BVB bald wieder angreifen.

Mario Götze weilt derzeit bei der deutschen Nationalmannschaft und soll sich dort die nötige Matchpraxis für Borussia Dortmund. Sein Teamkollege Thomas Müller hat ihn in einem Interview nun allerdings indirekt kritisiert. Derweil spitzt sich auch der Konflikt zwischen den Spitzenklubs der Bundesliga und den Verantwortlichen der deutschen Nationalmannschaft weiter zu. Im Zentrum der Diskussion findet sich diesmal Marco Reus wieder.

BVB-Rückkehrer Mario Götze in der Kritik

Mario Götze läuft seit Monaten sowohl im Verein als auch in der deutschen Nationalmannschaft seiner Form hinterher. Durch seinen Wechsel vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund erhofft sich der 24-Jährige eine Rückkehr zu alter Leistungsstärke. Sein ehemaliger Mannschaftskollege Thomas Müller hat nun ausgerechnet die Position des BVB-Stars als eine der Schwachstellen in der deutschen Nationalmannschaft ausgemacht.

„Mario Götze hat das schon sehr gut gemacht. Aber im Laufe eines Spiels wäre es nicht schlecht, wenn man auch eine bulligere Variante bringen könnte. Da gibt’s nur Mario Gomez.“, macht Thomas Müller in der Bild nun seinem Unmut über die mangelnden Alternativen im Sturmzentrum Luft und kritisiert damit indirekt die mangelnde Durchschlagskraft von Mario Götze. Der Offensivspieler von Borussia Dortmund ist das beste Beispiel für die in den vergangenen Jahren eingeschlagene Marschroute des DFB.

„Es war ja in den letzten Jahren so, dass das Fußballerische und Technische sehr im Vordergrund stand. […] Es kann sein, dass diese bulligen und vielleicht manchmal technisch schwächeren Spieler im Offensivbereich dann eher aussortiert wurden. Weil man dachte, wir müssen in die spanische Richtung gehen.“, führt der Offensivkünstler des FC Bayern München fort. Vielleicht sollte Bundestrainer Joachim Löw angesichts der jüngsten Pflichtspiele einmal darüber nachdenken, BVB-Rückkehrer Mario Götze in der Nationalmannschaft auf einer anderen Position einzusetzen und stattdessen Müller selbst ins Sturmzentrum zu stellen.

Profitieren Marco Reus und Borussia Dortmund von der Nationalmannschaft?

Mario Götze und die mangelnde Durchschlagskraft im Sturmzentrum sind allerdings nicht die einzigen Probleme mit denen sich die Verantwortlichen der Nationalmannschaft derzeit konfrontiert sehen. Zuletzt wurden diese aus den Reihen von Borussia Dortmund und des FC Bayern München für die Vielzahl an Sponsorenaktivitäten kritisiert. Dass Spieler wie Marco Reus, Mario Götze oder Thomas Müller im Rahmen des deutschen Nationalteams teilweise für Konkurrenzprodukte werben, stößt den Vereinsverantwortlichen dabei besonders übel auf. BVB-Chef Watzke sprach in diesem Zusammenhang sogar davon, dass der Wildwuchs beschnitten werden müsse. Bei der Nationalelf hält man von solchen Äußerungen allerdings relativ wenig. Anhand des Beispiels von Marco Reus hat Bierhoff nun probiert, die Verantwortlichen von Borussia Dortmund zurechtzuweisen.

„Bei allem Respekt vor Borussia Dortmund. Aber Spieler wie Marco Reus werden auf der China-Tour bejubelt, weil sie bekannte Nationalspieler sind. Nicht, weil sie erfolgreich gegen Mainz 05 gespielt haben.“, so Bierhoff. Weshalb er hier allerdings gerade den verletzten Marco Reus als Beispiel heranzog, bleibt offen. Schließlich hatte dieser die letzten beiden großen Turniere verletzungsbedingt verpasst. Zudem mag der 48-Jährige mit seiner Aussage zwar in Teilen Recht haben, allerdings wird hier außer Acht gelassen, dass die Spieler von Borussia Dortmund und des FC Bayern München einen Großteil ihrer Popularität den Auftritten in der Champions League zu verdanken haben. Schließlich ist ein Spieler wie Jonas Hector trotz seiner erfolgreichen Teilnahme bei der Europameisterschaft im Ausland bei Weitem nicht so populär wie beispielsweise Marco Reus, Mario Götze oder Manuel Neuer.