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Trainer-Duell im Norden: HSV und Werder Bremen zanken um Markus Gisdol

SV Werder Bremen und der HSV wollen sich auf dem Trainerposten verändern und scheinen sich bei der Suche nach einem Übungsleiter in die Quere zu kommen.

Ziemlich schnell dreht es sich schon wieder, das Trainerkarussell in der Bundesliga. Allen voran beim SV Werder Bremen und mit hoher Warscheinlichkeit nach dem kommenden Wochenende auch beim Nordrivalen HSV ist, beziehungsweise wird man auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter sein. Mit Markus Gisdol kristallisiert sich offenbar ein Kandidat heraus, der gleich bei beiden Klubs auf der Liste steht.

Der SV Werder Bremen sucht einen neuen Trainer

Zumindest beim SV Werder Bremen hat man bereits vorgesorgt und kurzerhand Viktor Skripnik vor die Tür gesetzt. Alexander Nouri, bislang Coach der U23, hatte die A-Mannschaft interimsweise übernommen – mit wenig Erfolg. Zwar zeigte sich Sportchef Frank Baumann durchaus gewillt, dem 37-Jährigen ein längeres Engagement beim SV Werder Bremen anzubieten, aber eben nur, wenn aus den Spielen nach der Skripnik-Entlassung auch etwas Zählbares herausspringen würde.

Dies war bislang aber nicht gegeben. Am Mittwochabend setzte es für die Kicker von der Weser trotz aufopferungsvoller Leistung eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05. Angesichts dessen wird Nouri am Samstagabend gegen den VfL Wolfsburg wohl zum letzten Mal auf der Trainerbank des SV Werder Bremen Platz nehmen dürfen. „Wir haben noch keine Gespräche geführt, werden es jetzt aber angehen“, erklärt Baumann in der „Bild“.

Veränderungen beim HSV?

Auch beim Nordrivalen HSV brennt nach vier Spieltagen der Baum. Ein Punkt aus den bisherigen Auftritten und zuletzt zwei indiskutable Leistungen gegen die beiden Aufsteiger SC Freiburg (0:1) und RB Leipzig (0:4). Dazu noch die öffentliche Kritik von HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer an Cheftrainer Bruno Labbadia. Dass der 50-Jährige gerade im Spiel des HSV gegen den übermächtigen FC Bayern München die Wende schaffen wird, glaubt kaum einer.

Wollen der HSV und Werder Bremen den selben Trainer?

Wie die „Bild“ berichtet, steht bei beiden Nordklubs Markus Gisdol ganz oben auf der Wunschliste. Erste Wahl soll der 47-Jährig beim SV Werder Bremen sein, wo „in Kürze“ erste Gespräche anberaumt werden sollen. Nach zweieinhalb Jahren bei der TSG Hoffenheim musste Gisdol im Oktober vergangenen Jahres schließlich den Hut nehmen.

Der 47-Jährige steht zuvorderst für ansehnlichen Offensivfußball und der Entwicklung junger Spieler. Der SV Werder Bremen habe alternativ mit Andreas Herzog, der aktuell Co-Trainer von Jürgen Klinsmann bei der US-amerikanischen Nationalmannschaft ist, einen weiteren Pfeil im Köcher.

Eine Option neben Gisdol soll beim HSV auch der ehemalige Trainer Thomas Doll sein, der aktuell bei Ferencváros Budapest unter Vertrag steht und in der vergangenen Saison das Double holen konnte. Kein Thema hingegen seien Julian Nagelsmann (HSV) und der frühere United-Coach Louis van Gaal (SV Werder Bremen).