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Hertha BSC: Dárdai hinterfragt sein Team. Baumjohann darf gehen

Bei Hertha BSC fliegen die Fetzen - Pál Dárdai hinterfragt die Einstellung seiner Spieler.

Die Saison hat noch gar nicht richtig begonnen, da fliegen bei Hertha BSC bereits die Fetzen. Am kommenden Sonntag startet die „Alte Dame“ im DFB-Pokal gegen den SSV Jahn Regensburg. Unter der Woche sorgte der Cheftrainer Pál Dárdai bereits hinsichtlich des Kapitäns für einiges an Aufsehen. Dárdai entmachtete den zuvor in seinem Amt bestätigten Fabian Lustenberger und ernannte kurzerhand Vedad Ibisevic als dessen Nachfolger. „Das ist eine Entscheidung für einen Neuanfang mit einem anderen Spielertypen“, erklärt Dárdai seinen Entscheid in der „Bild“. Am gestrigen Mittwoch habe der Übungsleiter in der Kabine einen Brief an jeden einzelnen Spieler von Hertha BSC verteilt, in dem unter anderem steht: „Das Trainerteam hat die Einstellung der Mannschaft (mangelnder Kampfgeist) und die Körpersprache in Drucksituationen kritisch hinterfragt. Für eine Verbesserung diesbezüglich sind deutlich mehr direkte Impulse aus der Mannschaft notwendig.“ Zudem kann ein Spieler von Hertha BSC seine Koffer packen.

Alexander Baumjohann darf Hertha BSC verlassen

Nach Informationen des „kicker“ hat es zwischen Dárdai und Jürgen Milewski, Berater von Alexander Baumjohann ein Gespräch gegeben, wonach es für seinen Klienten wohl nicht mehr weitergehen wird bei Hertha BSC. „Für mich ist das jetzt eine neue Situation. Ich bin topfit und habe hier im März nicht meinen Vertrag verlängert, um jetzt zu gehen. Aber wir müssen schauen, was die nächsten Tage bringen“, erklärt Baumjohann dem Fachmagazin. Erst im März dieses Jahres hatte der 29-Jährigen seinen auslaufenden Vertrag mit Hertha BSC um ein weiteres Jahr ausgedehnt.

Auch Sportchef Michael Preetz positioniert sich klar: „Dass Alex zuletzt mehrfach nicht im Kader stand, ist kein Zufall. Wir schauen jetzt, ob wir gemeinsam eine Lösung finden. Am Ende will er Fußball spielen.“ Baumjohann stand weder bei den beiden Europapokal-Auftritten noch bei der Generalprobe gegen den SSC Neapel (1:4) im 18er-Kader von Hertha BSC. Auch gegen Regensburg wird er wohl wieder nicht berücksichtigt werden. Die Zeichen stehen somit klar auf Abschied.