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Schüler wegen Uhr verhaftet – Obama und Zuckerberg setzen Zeichen gegen Islamophobie

Ein 14 jähriger Junge wurde in Amerika aufgrund seiner Herkunft für eine selbstentwickelte Uhr verhaftet und erhält nun eine Einladung ins Weiße Haus.

Der 14 jährige Ahmed Mohamed aus Texas, hat eindrucksvoll erfahren, wie tief verwurzelt das Misstrauen gegenüber Muslimen in der westlichen Welt inzwischen ist. Der Schüler aus Texas wurde vor einigen Tagen verhaftet, nachdem ein Lehrer seine selbstentwickelte Uhr als Bombe einstufte und daraufhin die Polizei alarmierte.

Als Reaktion auf den peinlichen Vorfall, erhielt er inzwischen eine Einladung für ein Abendessen mit Barack Obama im Weißen Haus, sowie ein Jobangebot von Facebook Gründer Mark Zuckerberg.

You’ve probably seen the story about Ahmed, the 14 year old student in Texas who built a clock and was arrested when he…

Posted by Mark Zuckerberg on Mittwoch, 16. September 2015

Lehrer verwechseln Uhr mit einer Bombe

Nachdem die Schule die Polizei alarmierte, wurde Ahmed Mohamed von fünf Polizisten in Handschellen abgeführt und musste sich einer mehrstündigen Befragung unterziehen. Gegenüber mehreren Medien sagte er, dass er sowohl die Polizei, als auch seine Lehrer darauf hingewiesen hatte, dass es sich bei dem Gerät um eine Uhr handele. Trotz alledem wurde ihm diese abgenommen und für Beweiszwecke beschlagnahmt.

Obwohl die Polizei bereits mitteilte, dass der Schüler keine Anzeigen zu befürchten habe, ist Ahmed seit dem Vorfall von der Schule verwiesen und darf nicht mehr am Unterricht teilnehmen.

Islamophobie als Ursache für den Vorfall

Ahmed Mohameds Vater ist sich sicher, dass der Vorfall sehr stark mit der wachsenden Islamophobie in Verbindung stehe. Gegenüber der Dallas News sagte er, dass sein Sohn lediglich etwas Nützliches für die Menschheit erfinden wolle. Der Vater ist sich sicher, dass sein Sohn nur aufgrund seines Namens und des 11. Septembers eine derartige Behandlung erfahren habe.

Das Beispiel aus den USA sollte auch für Europäer ein warnendes Beispiel sein. Zwar sind wir von derartigen Verhältnissen glücklicherweise noch ein wenig entfernt, allerdings ist auch hierzulande in den letzten Monaten bereits ein leichter Rechtsruck erkennbar. Aufklärungskampagnen und eine verstärkte Maßnahmen zur Integration könnten diesen Trends jedoch mittelfristig entgegenwirken.