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Künstlerin feiert den weiblichen Körper

„Heute habe ich beschlossen, mich selbst zu lieben.“ So lautet einer von vielen ermutigenden Sätzen, mit denen die 23-jährige Künstlerin Frances Cannon aus Melbourne ihre Illustrationen versieht. Das immer wiederkehrende Motiv der in Schwarzweiß gehaltenen Zeichnungen sind nackte Frauen. Durch die angedeutete Körperbehaarung und die weiblichen Rundungen der Figuren wirken diese wie ein Gegenentwurf zu dem makellosen Schönheitsindeal, das zum Beispiel in vielen Medien transportiert wird.

Kunst für die Selbstakzeptanz

„Ich liebe den menschlichen Körper und finde ihn sehr inspirierend“, sagt Cannon der „metro.co.uk“. „Ich liebe es, den weiblichen Körper zu zeichnen, weil es das ist, was ich selbst jeden Tag im Spiegel sehe und mich das zu einer Expertin auf diesem Gebiet macht.“ Durch die Illustrationen hat die 23-Jährige einen Weg gefunden, an ihrer eigenen Selbstliebe zu arbeiten und hofft nun, dass sie mit ihren Arbeiten auch andere Frauen dazu ermutigt, zu sich selbst zu stehen. Etwas, das sie rückblickend auch ihrem jüngeren Ich als Ratschlag mit auf den Weg geben würde. „Ich würde der kleinen Frances sagen, dass sie okay ist wie sie ist. Dass sie wertvoll und schön ist. Dass ich stolz auf sie bin und dass sie auch stolz auf sich sein sollte.“ Egal, welche Figur, Größe, Hautfarbe und Fähigkeiten man hat, man soll den eigenen Körper schätzen und so gut wie möglich auf ihn aufpassen, so die Botschaft, die Cannon mit ihren Zeichnungen vermitteln möchte. Dabei sei es dennoch wichtig, sich darüber bewusst zu sein, viel mehr als nur ein Körper zu sein. „Der Geist ist zu so vielen schönen Dingen imstande“, sagt Cannon.