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Mülltonnen versorgen New York mit Internet


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New York hat die ersten WLAN-Fähigen Mülltonnen der Welt aufgestellt.

Man könnte meinen, dass öffentliche Mülltonnen nur dafür gut seien, um die Straßen frei von Müll zu halten. In New York City ticken die Uhren allerdings bekanntermaßen etwas anders und selbst die Mülltonnen haben dort mehr auf dem Kasten, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

Dank Bigbelly, einem innovativen US-Amerikanischen Recycling-Unternehmen könnten schon bald weltweit Mülltonnen die Funktion eines WLAN-Hotspots übernehmen.

Bigbelly ist bekannt für seine intelligenten Mülltonnen

Bereits heute stehen in Städten überall auf der Welt, unter anderem auch in Deutschland, intelligente Mülleimer von Bigbelly. Diese sind mit einem Solarpanel für die Stromerzeugung versehen, melden der Stadtreinigung wenn sie voll sind und sind außerdem mit einer eigenen Müllpresse ausgestattet. Mit einem WLAN Hotspot können die bisherigen Modelle allerdings nicht dienen. Anders in New York – In Zusammenarbeit mit der Downtown Alliance wurden in Manhatten zwei Prototypen der WLAN-Tonnen aufgestellt, die dort als frei zugängliche Hotspots im Betrieb sind. Und dies mit einer beachtlichen Bandbreite von 75 Mbit/s. (Zum Vergleich: In Deutschen Haushalten surft man im Durchschnitt mit knapp 10,2 Mbit/s.)

Das Projekt soll sich durch Werbung finanzieren

Die Hotspots werden kostenlos angeboten und sollen sich in Zukunft durch Werbung finanzieren. So würden nach Angaben von Bigbelly Werbungen zu Geschäften in der Nähe angezeigt, wenn man sich im kostenlosen WLAN-Netz bewegt.

Es ist vorgesehen im Herbst diesen Jahres mehrere dieser Mülltonnen in New York aufzustellen, mit besonderem Fokus auf ärmere Stadtteile, in denen WLAN kaum bis gar nicht vorhanden ist. Langfristig soll ganz New York und weitere Amerikanische Städte flächendeckend mit kostenlosem WLAN versorgt werden.

Es gab in der Vergangenheit schon häufiger Versuche ein Flächendeckende WLAN-Netz in New York aufzuspannen, allerdings setzten Signalstörungen, verursacht durch umliegende Wolkenkratzer und Bürogebäude, den Plänen ein jähes Ende. Aufgrund der Tatsache, dass sich die WLAN-Tonnen in Bodenhöhe befinden, sollte es nach Angaben von Bigbelly allerdings zu keinen Interferenzen durch die umliegenden Hochhäuser kommen.